„Mein Hund macht das nie mit!“- 5 Mythen rund um die Hundefotosession

Du würdest gerne einmal professionelle Fotos von deinem Hund machen lassen, bist dir aber nicht sicher, ob eine Fotosession überhaupt das Richtige für euch ist? Vielleicht denkst du, dein Hund sei zu wild, zu alt oder könne einfach nicht lange genug still sitzen. Solche Gedanken höre ich tatsächlich sehr oft. Die gute Nachricht: Die meisten dieser Bedenken beruhen auf Mythen, die ich in meinem Alltag als Hundefotografin immer wieder höre. Deshalb möchte ich heute fünf davon genauer anschauen und dir zeigen, warum sie dich nicht davon abhalten sollten, wunderschöne Erinnerungen mit deinem Hund festzuhalten.
1. „Mein Hund bleibt nie sitzen, das funktioniert sowieso nicht.“
Das ist der wohl häufigste Mythos. Klar sind Hunde herzlich willkommen, die auf Kommando Tricks können und sich wie ein sehr geübtes Topmodel verhalten, aber ich kann dich beruhigen: Die Regel ist das nicht! Die meisten meiner Kundenhunde sind ganz normale Familienhunde und Alltagsbegleiter, manchmal mit Flausen im Kopf, manchmal zurückhaltend, manchmal sehr überdreht – und das alles ist in Ordnung! Kein Hund muss perfekte Kommandos beherrschen. So habe ich schon unzählige Welpen fotografiert, und da liegt es auf der Hand, dass diese (noch) nicht perfekt trainiert sind – und auch da sind wunderschöne Fotos entstanden!
In erster Linie sollen dein Hund und du Spass haben – denn so entstehen die schönsten Bilder. Dank meiner Erfahrung gelingt es mir, authentische Bilder zu machen, egal ob dein Hund zahlreiche Posen kann oder ein quirliger Wirbelwind ist! (Übrigens: Mein Hund Cameo ist draussen auch oft ein Wirbelwind – ich verstehe also deine Bedenken sehr gut!)
2. „Mein Hund kann nicht abgeleint werden!“
Weisst du was? Das ist vollkommen in Ordnung! Es ist kein Kriterium für unseren Fototermin, dass dein Hund frei laufen kann. Es gibt zahlreiche Gründe, die für eine Leine sprechen: Jagdverhalten, davonrennen, eine unbekannte Umgebung: Sicherheit geht immer vor! Wer den Hund an der Leine lassen möchte, darf auch gerne meine Shootingleine verwenden – das ist eine dünne Leine, die ich auf den Bildern leicht wegretuschieren kann. Zudem können auch mit Halsband und Leine ganz schöne Bilder entstehen. Viel wichtiger als eine unsichtbare Leine ist nämlich, dass dein Hund entspannt und sicher ist. Denn nur so entstehen natürliche Bilder, auf denen er sich wirklich wohl fühlt.
3. „Ich bin selbst nicht fotogen, deshalb buche ich keine Fotosession.“
Viele Menschen stehen nicht gerne vor der Kamera. Womöglich gehörst auch du zu diesen Menschen. Bei einem Fotoshooting wird dir dein Hund aber helfen, dass du die Kamera vergisst: In einer entspannten Atmosphäre und mit kleinen Anleitungen entstehen Bilder, ohne dass du posieren musst. Es wird sich für dich einfach so anfühlen, als würdest du mit deinem Hund eine tolle Zeit verbringen – die Fotos entstehen gefühlt nebenbei. Diese Rückmeldung habe ich auch schon mehrmals von Kundinnen bekommen – wenn du also wegen diesem Punkt zweifelst, spring über deinen Schatten und probiere es aus!
Ich hätte noch Stunden vor deiner Kamera stehen können, da du so ein tolles Gefühl vermittelt hast 🥰 Man hatte gar nicht richtig das Gefühl, dass irgendwas gestellt ist, weil es so entspannt war.
Ich fühle mich bei Sarah sehr gut aufgehoben! Sie geht auf meine Bedürfnisse ein und ich kann meine Zurückhaltung vor der Kamera ablegen.
4. „Schwarze Hunde kann man nicht schön fotografieren!“
Tatsächlich gehören schwarze Hunde zu den Hunden, deren Besitzer sich am häufigsten Sorgen machen. Viele haben schon erlebt, dass ihr Hund auf Handyfotos fast nur als dunkler Fleck zu erkennen ist. Bei einer professionellen Fotosession spielt das jedoch kaum eine Rolle. Mit dem richtigen Licht, sorgfältig gewählten Hintergründen und einer passenden Bildbearbeitung lassen sich Fellstruktur, Augen und Ausdruck wunderbar hervorheben. Schwarze Hunde haben oft eine ganz besondere Eleganz und wirken auf Bildern unglaublich ausdrucksstark.
5. „Mein Hund ist zu alt / zu jung für eine Fotosession!“
Das Alter ist kein Kriterium für eine Fotosession. Meine individuellen Sessions werden jeweils auf dich und deinen Hund abgestimmt. Ich habe coole Fotolocations, die in der Nähe eines Parkplatzes sind, so dass wir nicht weit laufen müssen. Auch ist es möglich, eine Fotosession bei dir zu Hause im Garten zu machen, damit habe ich beispielsweise bei Welpen und handicapierten Hunden sehr positive Erfahrungen gemacht. Bedenke auch Punkt 1: Hunde müssen nicht perfekt erzogen sein – Welpen schon gar nicht. Verspieltheit, Neugier und kleine Flausen machen Welpenbilder oft richtig einzigartig.
Als Cameo bei mir eingezogen ist, hatte ich zwar schon eine Kamera und Erfahrungen in der Fotografie, aber die Hundefotografie spielte damals noch keine grosse Rolle in meinem Leben. Heute bereue ich es manchmal, dass ich keine professionellen Welpenbilder von uns habe. Gerade deshalb weiss ich, wie wertvoll solche Erinnerungen später werden können.
Bei Seniorhunden verläuft es meistens etwas ruhiger (Ausnahmen bestätigen die Regel
). Die Bilder werden später, wenn der Hund einmal nicht mehr bei uns ist, zu besonders wertvollen Erinnerungen. Schon mehrmals haben mir Kundinnen geschrieben, nachdem ihr Hund gestorben ist, dass sie besonders dankbar sind für die schönen Bilder, welche wir noch gemacht haben!
Mein Fazit
Vielleicht hast du dich in einem dieser fünf Mythen wiedererkannt. Das würde mich überhaupt nicht überraschen, denn genau diese Gedanken höre ich regelmässig. Die Wahrheit ist: Es braucht keinen perfekt erzogenen Hund, kein bestimmtes Alter und auch keinen Menschen, der sich vor der Kamera sofort wohl fühlt. Was es wirklich braucht, sind Zeit, Geduld und eine entspannte Atmosphäre. Genau das ist mir bei jeder Fotosession wichtig. Ich möchte, dass du den Termin nicht als Pflichtprogramm erlebst, sondern als gemeinsame Zeit mit deinem Hund. Die schönsten Bilder entstehen nämlich nicht dann, wenn alles perfekt läuft, sondern dann, wenn echte Momente entstehen.
Falls du bisher gezögert hast, weil du dachtest, dein Hund sei nicht geeignet, hoffe ich, dass dieser Artikel dir ein wenig Mut machen konnte. Ich freue mich darauf, dich und deinen Hund kennenzulernen und eure ganz persönliche Geschichte in Bildern festzuhalten.